Mit ‘Spiel’ getaggte Beiträge

Bloom

Veröffentlicht: 22. Juli 2019 in Rezensionen
Schlagwörter:, , , , , , ,
Schachtel

Ein Spiel von Gamewright für 2-5 Spieler

Übersicht

Neben Rolling America habe ich mir vom amerikanischen Gamewright Verlag auch das neue Roll and Write „Bloom“ bestellt. Bei dem Spiel versuchen die Spieler, den Kunden (Würfeln) die passenden Blumensträuße zu verkaufen. Dazu wählt man einen Würfel aus und umrandet anschließend die passende Anzahl an vorzugsweise gleichfarbigen, orthogonal zueinander angrenzenden Blumen auf seinem Block. Man kann auch andere Farben oder weniger als durch die Augenzahl geforderte Blumen ankreuzen, hat dann jedoch einen unzufriedenen Kunden, der am Ende einen Punkt abzug bringt. Punkte gibt es für das möglichst schnelle einkreisen aller Blumen einer Farbe und für fertig eingekreiste Beete. Wenn ein Spieler alle Beete oder 3 Farben komplettiert hat. Abzüglich der Minuspunkte für unzufriedene Kunden gewinnt derjenige, der die meisten Punkte gesammelt hat.

Komponenten

Spielgrafik

Die Grafik ist schlicht aber schön bunt und ansprechend gestaltet. Die Würfelfarben sind knallig und dem Thema angemessen. Wie bei anderen Spielen des Genres handelt es sich um ein abstraktes Spiel, das ganz ohne besondere Illustrationen daher kommt. Hier gibt es 4 Sterne.

Materialqualität

Die Würfelspiele von Gamewright kommen in einer kleinen Schachtel mit Magnetverschluss daher. Die Schachtel ist stabil und Reise-geeignet. Der Block beinhaltet 5 verschiedene Zettel, da jeder Spieler mit einem anderen Blatt spielt. Er ist vorbildlich doppelseitig bedruckt. Die Würfel sind wertig und schön bunt. Stifte sind keine enthalten. Von mir gibt es hier solide 5 Sterne für die Ausstattung.

Spielanleitung

Die Spielanleitung ist klar strukturiert und hat keine Lücken. Momentan ist das Spiel nur auf englisch erhältlich, also ist die Anleitung folglich auch englisch. Das Spiel selbst ist aber komplett sprachneutral. Klare 5 Sterne an dieser Stelle.

Wiederspielbarkeit

Durch verschiedene Blätter auf dem Wertungsblock und die Möglichkeit, den Mitspielern die Würfel wegzuschnappen bietet Bloom ein vernünftiges Maß an Wiederspielbarkeit. Der Zufall sorgt dafür, dass man nicht zu sehr vorherplanen kann und auch schon mal in den sauren Apfel beißen muss. Insgesamt sind die Möglichkeiten, Punkte zu machen allerdings nicht sehr vielseitig, was die Wiederspielbarkeit ein wenig schmälert. Von mir 3 Sterne.

Spielgefühl

Bei Bloom fühlt man sich zunächst an Noch mal! erinnert, was sich aber im Laufe der Zeit legt. Das Spiel ist schnell gelernt und schnell gespielt. Immer wieder muss man zwischen unzufriedenem Kunden und schnellem Erreichen der Ziele abwägen. Am Ende kann dabei jeder einzelne Punkt wichtig sein. Insgesamt ein schönes Würfelspiel, dass aber für mich persönlich nicht ganz an die Konkurrenz heranreicht. Trotzdem würde ich es immer wieder mal mitspielen. Deshalb gibt es von mir für das Spielgefühl 3 Sterne.

Fazit

Bloom hat ein schönes Thema und schafft es wieder einmal, klassische Roll and Write Mechanismen in neuem Gewand zu präsentieren. Auch wenn der Funke bei mir nicht ganz übergesprungen ist, sollten Fans des Genres Bloom unbedingt mal ausprobieren. Als Filler oder Absacker wird es bei uns immer wieder auf den Tisch kommen.

Insgesamt kommt Bloom auf solide 3,6 Sterne!*

*Bewertung: Grafik, Materialqualität und Spielanleitung werden einfach gewichtet, Wiederspielbarkeit dreifach und Spielgefühl zweifach.

Spielende

Links

Bloom bei Amazon.com

Bloom bei Boardgamegeek

Bloom auf der Verlagsseite von Gamewright

Brettspiele bei Amazon (affiliate Link)

Rolling America

Veröffentlicht: 16. Juli 2019 in Rezensionen
Schlagwörter:, , , , , ,
Schachtel

Ein Spiel von Gamewright für mindestens 1 Spieler

Übersicht

Rolling America ist ein Roll and Write aus dem Hause Gamewright. Der amerikanische Verlag hat einige Würfelspiele im Sortiment und so habe ich mir mal ein paar bestellt.

Die Spieler versuchen in diesem Spiel möglichst viele Staaten der USA mit einer Zahl zu füllen. Dazu werden jede Runde zwei Würfel geworfen, die allen Spielern zur Verfügung stehen. Die Würfelfarben entsprechen den Farben einiger Staaten. Für jeden Würfel muss ein Staat der entsprechenden Farbe ausgefüllt werden: Entweder mit der Zahl, dann darf aber keine der umliegenden Zahlen in Staaten eine größere Differenz als 1 haben, oder mit einem X. Letzteres möchte man vermeiden, da am Ende der Spieler mit den wenigsten X gewinnt. Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit, Zahlen zu „bewachen“, sprich sie künftig ignorieren zu können, Farben zu tauschen oder Zahlen zweimal einzutragen. Nach 8 Runden endet das Spiel und jeder Spieler muss nun alle leeren Felder noch mit einem X füllen. Am Ende gewinnt der Spieler mit den wenigsten X auf seiner Karte.

Komponenten

Spielgrafik

Die Grafik von Rolling America ist schlicht, aber funktional. Die Würfel sind passend zum Thema mit Sternen gestaltet und hochwertig. Der Block ist sehr abstrakt gestaltet, bietet dadurch aber auch die nötige Übersicht. Von mir 3 Sterne.

Materialqualität

Die Würfelspiele von Gamewright kommen in einer kleinen Schachtel mit Magnetverschluss daher. Die Schachtel ist stabil und Reise-geeignet. An den Würfeln gibt es nichts auszusetzen, es kommt ein schöner, roter Stoffbeutel, aus dem die Würfel gezogen werden mit und der Block ist vorbildlich doppelseitig bedruckt. Stifte werden keine mitgeliefert, was ich bei dem günstigen Preis aber auch nicht erwartet hätte. Glatte 5 Sterne von mir.

Spielanleitung

Die Spielanleitung ist vernünftig strukturiert und lässt keine Fragen offen. Momentan ist das Spiel nur auf englisch erhältlich, also ist die Anleitung folglich auch englisch. Das Spiel selbst ist aber komplett sprachneutral. Klare 5 Sterne an dieser Stelle.

Wiederspielbarkeit

Dadurch, dass immer nur zwei Würfel gezogen werden und nach 6 Würfeln pro Runde die nächste Runde eingeläutet wird, kommen nie alle Würfel ins Spiel. Somit bleibt Rolling America immer wieder unvorhersehbar und abwechslungsreich. Im vergleich zu variableren Spielen kann es nicht ganz mithalten, wird aber so schnell auch nicht langweilig. 4 Sterne von mir.

Spielgefühl

Wirkt Rolling America zu Beginn noch etwas trivial, so offenbart es doch mit zunehmender Anzahl an Zügen sein wahres Potenzial. Nach den ersten Partien lernt man schnell, dass vorausplanen zwingend notwendig ist und dass man sein Hirn ganz schön verzwirbeln kann. Gegen Ende fühlt man sich manchmal etwas machtlos, insbesondere, wenn man zu schnell ganze Farben fertig ausgefüllt hat. Für mich ganz klar ein Geheimtipp, der echten Roll und Write Fans gefallen wird. 4 Sterne.

Fazit

Rolling America hat seine Daseinsberechtigung unter den vielen Roll and Writes, die es mittlerweile gibt auf jeden Fall verdient. Mit einfachsten Mitteln das Hirn zum Rauchen zu bringen – was will man mehr? Wird bei mir immer wieder auf den Tisch kommen und konnte auch bisher alle Mitspieler überzeugen.

Insgesamt bekommt Rolling America respektable 4,1 Sterne!*

*Bewertung: Grafik, Materialqualität und Spielanleitung werden einfach gewichtet, Wiederspielbarkeit dreifach und Spielgefühl zweifach.

(Sehr bescheidenes) Spielende

Rolling America bei Amazon (affiliate Link)

Rolling America bei BoardGameGeek

Rolling America auf der Verlagsseite von Gamewright

Brettspiele bei Amazon (affiliate Link)

Box Cover

Ein Spiel von Days of Wonder für 2 – 4 Spieler

Übersicht

Corinth ist das neue Roll and Write Spiel von Days of Wonder. Das Spiel ist eine Würfelspiel-Version vom Spiel „Yspahan“. Da ich jenes Spiel nie gespielt habe, werden in der Rezension keinerlei Vergleiche gezogen.

In Corinth versuchen die Spieler in 4 bzw. 6 Runden möglichst viele Punkte durch das Sammeln von Waren, das Bauen von Gebäuden und durch geschicktes Bewegen des Statthalters zu sammeln. Dazu werden jede Runde 9 Würfel geworfen und auf dem Hafen-Tableau verteilt. Die höchsten Augenzahlen kommen dabei immer auf Gold, die niedrigsten auf die Ziegen. Je nach Verteilung werden somit anschließend bis zu 4 verschiedene Waren mit Würfeln belegt. Ist ein Spieler am Zug, kann er von einem Feld alle Würfel nehmen und die entsprechenden Waren oder Ressourcen einzeichnen. Außerdem kann man stattdessen den Statthalter bewegen, um Boni und Punkte zu sammeln. Durch zusätzliche goldene Würfel, kann der Startspieler seinen Wurf verbessern, ohne dass die Mitspieler davon profitieren würden.

Spielgrafik

Corinth habe ich aufgrund des bunt gestalteten Wertungsblockes, den ich auf der SpielDoch! in Duisburg kurz sehen konnte, gekauft. Weitere Infos, außer dass es sich um ein Roll and Write handelt, hatte ich nicht. Die Grafik ist aber für ein Würfelspiel sehr gut gelungen. Selbst die kleinen Ziegen sind liebevoll gestaltet und der ganze Block ist übersichtlich gestaltet. Die Würfel sind mit Rauten statt Punkten auch leicht individuell gestaltet. Hier gibt es nichts auszusetzen. Folgerichtig gibt es deshalb 5 Sterne.

Materialqualität

Viel Material enthält das Spiel nicht: 12 Würfel, ein Tableau und ein Block. Der Block ist sehr dick (150 Bögen) aber leider nicht doppelseitig bedruckt. Das Hafen-Tableau ist aus dicker, stabiler Pappe und genügt allen Ansprüchen. Die Würfel sind leicht, aber solide ohne irgendwelche Mäkel. Leider liegen dem Spiel keine Stifte bei, was bei vielen Mitbewerbern mittlerweile zum Standard gehört. Deshalb gibt es von mir 4 Sterne.

Blick auf das Material

Spielanleitung

Die Spielanleitung ist – typisch für Days of Wonder – sehr gut strukturiert und mit Beispielen und Grafiken verständlich gestaltet. Leider fehlt eine Aussage dazu, ob man mehr Würfel bei den Waren nehmen darf, als man Waren auf seinem Block ankreuzen kann. Somit 4 Sterne.

Wiederspielbarkeit

In den ersten zwei Wochen, die das Spiel in meiner Sammlung verweilen durfte, wurde der Block direkt um ein Viertel seiner Blätter geschröpft. Obwohl die Partien ähnlich ablaufen, ist der Wiederspielreiz durch die schönen Entscheidungsmöglichkeiten und das Zufallselement der Würfel gegeben. Daher 5 Sterne von mir.

Spielgefühl

Corinth macht in jeder Besetzung Spaß. Die Zweispieler Variante funktioniert genau so gut, wie das Spiel zu dritt oder zu viert. Eine Partie geht flott, lässt aber genug verschiedene Möglichkeiten offen, um immer wieder neu zu überlegen und verschiedene Wege auszuprobieren. Ganz ohne Statthalter geht es allerdings erfahrungsgemäß nicht und manchmal gegen Ende einer Partie ist man etwas optionslos. Dennoch reicht es insgesamt für gute 4 Sterne.

Fazit

Corinth hat uns sofort gefallen und im Urlaub für schöne Abende gesorgt. Durch die Entscheidungsvielfalt bei einfachen, schnellen Zügen entsteht ein schönes Spielgefühl und das Wettrennen um die Warensorten bleibt oft spannend bis zum Schluss. Ein weiteres Roll and Write, das seinen Platz in meiner Sammlung verdient hat.

Insgesamt bekommt Corinth somit sehr gute 4,5 Sterne!*

*Bewertung: Grafik, Materialqualität und Spielanleitung werden einfach gewichtet, Wiederspielbarkeit dreifach und Spielgefühl zweifach.

Ende des Spiels

Links

Corinth bei Amazon (affiliate Link)

Corinth bei Boardgamegeek

Corinth auf der Verlagsseite von Days of Wonder

Brettspiele bei Amazon (affiliate Link)